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"Galaxien auf Glasscheiben"


Anm.: Das Interview wurde am "ORION-Tag in Bayern 1" am 1.7.2003 gesendet. Die beiden Interviewpartner, Werner Hierl und Götz Weidner, wurden jeweils einzeln eingeführt.

 

Werner Hierl war Regisseur für Trickarbeiten.

WH: Ich hatte einen kleinen Sandhaufen im Keller, mit Mohrrüben drin, und einen Luftpinsel. Und da hab ich ein bischen rumgespielt und festgestellt, das das ja toll aussieht wenn man viel Luft drauf gibt. Was stellt man sich unter Overkill vor? Das die ganze Erde in die Luft fliegt. Ich glaube es ist einigermaßen gut gelungen.

 

Götz Weidner, als junger Filmarchitekt an der Seite von Rolf Zehetbauer, hat die Aussenbauten entworfen und diese kleinen Raumschiffe der Feinde der Raumpatrouille, der sogenannten Frogs erfunden. Die sahen ja fast aus, denken sie mal nach, wie kleine gefaltete Papierflieger ...

 

GW: Das war natürlich unter primitiven Mitteln, man hat was gefaltet und was geknifft, aus alten Silberkugeln für Weihnachten irgendwelche Teile rausgeschnitten und vornedran gehängt

 

WH: Am Ende, als der Termin immer näher rückte, mußten wir die Schiffe fotografieren, so 4 Zentimeter große Papierdinger, am Tricktisch bewegen, also auf einer Tischplatte mit ner Kamera drüber und das sieht halt dann schon ein bissel nach Foto aus. Aber es is wieder lustig.

 

GW: Wenn wir uns vorstellen, was wir damals getrieben haben. So ein Sternenhimmel. Das war damals eine Halle, die war schwarz ausgehängt und da hing tatsächlich Stern für Stern an einem unsichtbaren Fädchen und es waren tausende und die Kamera fuhr dann da durch. Ein Effekt den man heute, glaub ich, mit zwei Fingern auf einem Computer erzeugen kann. Und besser.

 

WH: Für uns war’s lustig. Als wir die aufgehängt haben. Weil dann fielen’s ja auch wieder runter. Das waren Styroporkügelchen glaub ich, gell?

 

GW: Ja, dafür waren natürlich wunderbare Effekte auch zu erzielen. Ich kann mich erinnern... Die Galaxien. Die waren auf Glasscheiben gemalt. Manchmal nur mit weißer Farbe oder wir haben eben kleine Styroporkügelchen in schwarzes Wasser geworfen und einmal umgerührt und mit High-Speed-Kamera gedreht und sowas.

 

WH: Dieser Planet, der brennende Planet der auf die Erde zuläuft, das war eine Kegelkugel, die war aufgehängt, mit Brandmasse beschmiert und unten stand ein 45 Grad schräger Spiegel. Und so wurde dieser Trick gemacht. Immer war die Feuerwehr dabei, weil wir doch gezündelt haben, sehr häufig. Ich finds halt lustig.

 

Reizvoll, aber leider kein Geld


Statements von Filmarchitekt Rolf Zehetbauer aus verschiedenen Interviews:

Allgemein:

Ein Herstellungsleiter hat mir die Drehbücher in die Hand gedrückt.
Sehr reizvoll, denn es gab keine vergleichbare Serie in Europa.
Leider hatte das ganze einen dicken Haken:
Wir hatten kein Geld und sollten eine aufwändige Science-Fiction-Serie machen.

Zur ORION:

Die Ausstattung für das Raumschiff eigens anfertigen zu lassen, war finanziell völlig ausgeschlossen.
Also haben wir nach Dingen gesucht, die es schon gab.
Wir waren gezwungen, überall zu improvisieren.
Die Formensprache der Haushaltsindustrie war sehr modern in den Sechzigern.
Das Bügeleisen hatte die Form, die ich gesucht habe.
Da überall fliegende Untertassen gesichtet wurden, war klar, dass ein Raumschiff im Jahr 3000 die Form einer fliegenden Untertasse bekommt.
Mit mehr Geld hätte man vieles schöner machen können.
Wir hätten schon gern so einen Aufwand getrieben wie Stanley Kubrick in "2001 - Odyssee im Weltraum", das zur gleichen Zeit entstand.

Unterwasserträume:

Alle Häuser rund um München hätten zu sehr an die Gegenwart erinnert.
Unter Wasser ist gleich eine ganz andere Welt.
In den Bavaria-Studios gab es eine Tiefziehmaschine, mit der man Kunststoff in alle möglichen Formen bringen konnte. Das hat z.B. bei den Wandverkleidungen geholfen.
Ziemlich peinlich sind all die Fische die da schwimmen.
Weil in der Tricktechnik damals zwei Maßstäbe nicht übereingestimmt haben, sind die völlig überdimensional. Da sitzt dann Dietmar Schönherr in seinem futuristischen Stuhl zwischen all diesen Riesenviechern.

SF in Deutschland:

Es gibt heute leider keine guten Drehbücher für Science Fiction in Deutschland.

           


 


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