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Die Buch-Autoren
Jeder ein anderes Universum
Sein Name ist untrennbar mit der Raumpatrouille verbunden. Hans (oder auch Hanns) Kneifel
(* 11.7.1936, Gleiwitz) eröffnete der Crew um Commander Cliff Allistair McLane ganz neue
Dimensionen.
Schon in den 50er Jahren schrieb er eifrig SF, noch bevor der gelernte Konditormeister
1962 das Abitur nachholte und Pädagogik studierte.
Schließlich lies er sich in München nieder und dort ereilte ihn dann der Ruf der ORB.
Kneifel war längst routinierter SF-Autor beim Moewig-Verlag (u.a. auch für
Perry Rhodan) als er die Raumpatrouille übernahm. Ab März 1968 erschienen zunächst die
Adaptionen der sieben TV-Episoden.
Kneifel hat praktisch ein eigenes Universum geschaffen, daß an vielen Stellen viel
detailreicher als die "TV-Realität" der Zukunft ist. Glücklicherweise - denn nicht wenige
"Romane zum Film" leiden darunter, das der Autor eben nur die Bilder nacherzählt anstatt
die dramaturgischen Notwendigkeiten eines Buches einzuhalten.
Kneifel war es auch der vielen Akteuren ihre Vornamen (Henryk Villa, Winston-Woodrow Wamsler,
Michael Spring-Brauner) verpaßte.
Aus dem Regierungsvertreter "von Wennerstein" machte er allerdings "von Wennerström" und andere
aus der Serie gewohnten Details änderten sich ebenso unerklärlich.
Als Buch- und Heftserie war die ORION dank des Kneifel'schen Schreibstils jedoch bald so
populär, das sie es in 16 Jahren auf 145 Abenteuer brachte.
In Band 8 (Seite 26 der Orginalausgabe) gründet Kneifel die Basis für die Fortsetzungen:
Oberst Villa: "...Raumpatrouille auf gehobener Basis..."
Wamsler: "...Super Raumpatrouille..."
so daß entgegen des TV-Serienendes, an dem die Strafversetzung aufgehoben wurde, die ORION doch
weiter auf Patrouille gehen wird.
Kneifel-Interview
Natürlich zählt Hans Kneifel zu den Autoren der Heftserie, aber da er diese maßgebend
geprägt hat, wurde ihm oben ein eigener Absatz gewidmet.
Bis zur Nummer 41 stammen mit Ausnahme von Band 16 (Revolte der Puppen, 1969) alle
Abenteuer von ihm. Einmal lies er sich von Ernst Vlcek (* 1941 / + 2008) vertreten, dessen einziger Eintrag
in der Raumpatrouille-Historie dieses Buch bildet.
Kneifel blieb auch danach der eifrigste Raumpatrouille-Schreiber und schrieb insgesamt 70
Geschichten.
H.G. Ewers (* 1930) sandte mit Band 42 die ORION zum "Kreuzweg der Dimensionen" (1976) und damit
in die Zukunft. Mit ihm als Kopf bildete er zusammen mit Kneifel und H.G. Francis
(der allerdings nur 3 Stories schrieb) ein Triumvirat, das nur kurz beieinander blieb.
Ewers schickte die ORION 21 mal auf Reisen, unter anderem auch auf die letzte
(Zeitblockade, 1984).
1977 stiegen dann Horst Hoffmann (30 Bände, darunter DIE 10 Jugendabenteuer), Jahrgang 1950,
und Harvey Patton (20 Geschichten) ein und puschten die Serie über 7 Jahre bis zum
145sten und (bisher) letzten Abenteuer.
Auch wenn manche Namen nicht darauf hindeuten, die Autoren sind allesamt Deutsche.
H.G. Ewers heißt eigentlich Horst Gehrmann (daher H.G.), H.G. Francis ist
Hans Günther Franziskowsky (* 1936), und Harvey Patton ist Hans Peschke (* 1922 / + 1994).
Starlight Info:
Text: M.Höfler [11/98]
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Bücher - Die 145 ORION- Romane
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