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Das Wamsler-Universum



Ein kritischer Aufsatz zu einer legendären Serie

Unser Bild von der Welt, in der Wamsler, McLane und ihre Freunde leben ist im wesentlichen geprägt von den Veröffentlichungen des deutschen Schriftstellers Hnns Kneifel. Aber wie weit können wir diesen Texten vertrauen? Oder handelt es sich nicht vielleicht um eine komplexe Kampagne des Büros für Temporale Stabilität des GSD?
 
Der Einfluß dieser Texte auf die populäre Kultur des 20./21. Jahrhunderts ist nachweisbar - ich verweise hier auf die Arbeiten verschiedener Kollegen zu den Werken Haefs` und Emmerichs - aber vielleicht wird es das T. R. A. V., den GSD und all die anderen uns bekannten Institutionen nur deshalb geben, weil Kneifel seinerzeit diese Institutionen propagierte.

 
Bekannt ist zugleich aber, dass die Präambel der bekannten Science Fiction-Reihe nicht von Kneifel stammt. Welches Bild des Wamsler-Universums gewinnen wir aus ihr?
 
Die Grundstimmung ist sehr positiv, aber das sollte uns nicht täuschen. Auch Feintuch beschreibt seine proto-faschistische Zukunftswelt (Sternenkadett Nick Seafort) in ähnlich begeisterter Weise.
 
Natürlich scheint die Überwindung des Nationalismus ein Schritt voran auf eine friedlichere Zukunft, aber schon im nächsten Halbsatz wird eine neue Kluft aufgeworfen - hier die Erde, dort ihre Kolonien im Weltraum. Und tatsächlich hören wir auch bald wieder von Kriegen zwischen diesen beiden Teilen der Menschheit, von einem sogar, an dem McLane selbst teilgenommen hat, einige Zeit, bevor er zur Raumpatrouille strafversetzt wird.
 
Hier können wir auch den Grund für die Existenz des "gigantischen Sicherheitssystems" finden, der Flotte, des Galaktischen Sicherheitsdienstes, beides Organisationen, die nur dort eine Existenzberechtigung finden, wo es Feinde hat. Zu Lebzeiten Kneifels sollen verschiedene Vorgänger der Raumverbände und des GSD durch einen Mangel an Feinden in ernste Schwierigkeiten gekommen sein.
 
Gleichzeitig scheint die Erde trotz der Kolonien unter einer gewissen Übervölkerung zu leiden, denn der Meeresboden wird ausdrücklich als Lebensraum genannt. Allerdings scheint dem Einzelnen ein mehr als ausreichender Wohnraum zur Verfügung zu stehen.
 
Fast nichts erfahren wir hier aber über das politische System, das sich die Menschheit in diesem Zeitalter gegeben hat. Tatsächlich wissen wir nur, dass es Staatssekretäre wie Von Wennerstein gibt. Diese Sub-Spezies der Gattung Mensch läßt allerdings eine hoch entwickelte Verwaltung vermuten, endlose Gänge mit unzähligen Türen, Büros voller eifriger Bürokraten, fein verästelte Hierarchien und Menschen, die Politik als Beruf betreiben.
 
Dazu passt natürlich auch, dass sich der Geheimdienst Galaktischer Sicherheitsdienst nennt. Immerhin erstreckt sich sein Zuständigkeitsbereich gerade mal auf den von Menschen besiedelten Sektor der Milchstrasse, wobei ihm auch noch ganze Kolonien wie Chroma entgehen. Seine Effektivität ist - trotz ausgezeichneter Mitarbeiter wie Leutnant Jagellovsk und Oberst Henryik Villa - eher mäßig. Oft müssen McLane und seine Freunde ausbügeln, was ein leistungsfähigerer Geheimdienst hätte verhindern können.
 


Diese Diskrepanz zwischen aufgeblähter Verwaltung und Individuum erklärt geradezu McLane. Sie bedingt einfach die Existenz einer Raumpatrouille, die Probleme löst, sie fordert Individualisten wie ihn, die bereit sind, selbst Verantwortung zu übernehmen. Und zugleich erklärt sie, warum er, dem so wenig an Rängen, Uniformen und Manövern liegt, in der Raumflotte dient. Wo sonst könnte er soviel Freiheit und Eigenverantwortung haben als als Kommandant eines Schnellen Kreuzers?
 
Hans Kneifel selbst arbeitet diesen Konflikt in seiner "Jäger"-Serie noch einmal deutlicher aus. General Cade Chandra, der eine gewisse Ähnlichkeit mit einem angejahrten McLane hat, ist als Geheimagent die letzte Waffe der Regierung gegen ihre äußeren Feinde und als Rationalisierungsfachmann die Geißel der Bürokratie.
 
Ich bin ein Fan von Marschall Winston Woodrow Wamsler, dem Kommandeur der Terranischen Raumaufklärungsverbände. So kann ich für Wolfgang Hohlbeins respektlose Darstellung dieses Helden in seinem Roman "Sandaras Sternenstadt" als einzige adäquate Strafe nur die Verbannung in die Strafkolonie Arkham im Raumsektor Zehn/Nord (weit, weit von jeder zivilisierten Welt, sogar noch jenseits von Torvald's Planet) fordern.



Starlight Info:
von: Michael Reiter [11/99]

           


 


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