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ORION Modelle 2
Von Jürgen Nielsen
Gebastelt Mitte der 70er aus Sperrholz und ABS-Kunststoff,
der Diskusdurchmesser beträgt ca. 44 cm

Das die Fotos vom Quartett farblich nicht autentisch waren, konnte ich
damals natürlich nicht wissen. Ich habe mich deshalb bei der Farbgebung
daran orientiert, so daß eine farbenfrohe Oberseite dabei herausgekommen
ist: roter Außenring, himmelblauer breiter Mittelring, violetter Innenring
und orangefarbenes "Ortungselement".
Die Unterseite samt Schacht und Lamellen ringsherum sind goldgelb gehalten;
Versuche mit Metallic-Lack schlugen damals fehl. Lackspray war für den
Privatgebrauch noch unüblich, so daß ich noch zum guten alten Pinsel greifen
mußte.
Die Kombination aus Sperrholzgerüst und ABS-Verkleidung erwies sich als
praktisch, auch wenn das Modell insgesamt relativ schwer geworden ist.
Heutzutage würde ich das Gerüst filigraner gestalten.
In Ermangelung eines echten Antigavitationsfeldes steht die ORION auf
einem eigens konstruierten dreibeinigen (!) Ständer, deren Stützen entfernt
an die Landestützen der Lancets erinnern.
Meine Version von der ORION interpretierte die drei spitzen "Stacheln" auf
der Schiffsoberseite noch als zwei Antennen plus einen kürzeren Lichtwerfer
(das ist der, der im Film immer schräg nach hinten zeigte).
Ich konnte mir damals nicht vorstellen, das ein Rumpf, der als regelmäßiges
Achteck angelegt ist, auf seiner Oberseite drei (statt z.B. vier) gleiche
Elemente haben sollte. Das paßte für mich irgendwie nicht zusammen. Daher
ist bei meinem Modell die dritte "Antenne" auch zum Lichtwerfer mutiert.
Eine transparente Haube habe ich dort jedoch nicht entdeckt. Und warum
auch hier das Achteck einer sechsstrahligen Konstruktion weicht, ist mir
ebenfalls unklar, stellt aber eventuell das "Bindeglied" zwischen dem Achteck
und den drei "Antennen" dar (2 mal 3 ist 6)?
Die transparenten "Flossen" sind - in Ermangelung von
glasklarem Celluloid - hellblau geworden.
Der Landeschacht...
...läßt sich (per Hand) sogar ein- und ausfahren! Das war 'ne Menge Arbeit,
schließlich sollte die Farbe nicht abscheuern.
Der 12 cm lange Landeschacht ist wie eine Teleskopantenne aufgebaut. Drei
achteckige Hohlzylinder gleiten ineinander. Schienenförmige Nuten an zwei
der acht Innenseiten sowie in diesen gleitende rechteckige Klötzchen
oben an den gegenüberliegenden Außenseiten der beiden inneren
Schachtelemente verhindern das Herausrutschen. Das äußere Schachtelement
ist oben mit einem Deckel versehen. Ein zentraler Gewindebolzen, dessen
Schraubenkopf im Innern des Schachtes verbleibt, hält den Landeschacht
im fest eingebauten vierten Achteckzylinder im Schiffsrumpf. Das
drehbare "Ortungselemnet" auf der Mitte der Schiffsoberseite trägt in
der Mitte seiner flachen Unterseite die Mutter, die den Bolzen sichert.
Der Zusammenbau ist daher nicht ganz einfach, weil der Bolzen gerne im
Schacht verschwindet und nur durch geduldiges Schütteln wieder zum
Vorschein kommt!
Jedes Schachtelement besteht aus acht rechteckigen und an den
Klebestellen angeschrägten ABS-Kunststoffplatten, genauer aus jeweils
zwei aufeinandergeklebten Platten, von denen die innere die Längsnut
ausgebildet hat, in der die Sicherungsklötzchen gleichten können. Ich
habe mit dem innersten Schachtelement angefangen und die beiden anderen
darum herumgebaut. Das Schachtelement Nummer vier in der Rumpfmitte
besteht aus Sperrholz. Viel Schleifarbeit war nötig, um den fertigen
dreiteilgen Schacht in den Rumpf einzupassen. Beim Schleifen habe ich
soviel Material abgetragen, daß auch noch Platz für die Lackschicht
blieb. Zu Beginn habe ich die Schachtwände noch dünn mit Vaseline
gefettet, um ein bessere Gleiten zu ermöglichen (Modell "Trulleberg").
Zum Herausziehen des Schachtes mußte ich als Notbehelf ein Stück
transparentes Klebeband an letzten Schachtelement anbringen, das man
aber fast nicht sieht.

Vorab bastelte Jürgen Nielsen sich bereits ein mit Metallfolie
beklebtes Pappmodell der ORION.
Starlight Info:
Modelle: J.Nielsen
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